Der Olymp ist der höchste Berg Griechenlands.
Mit
einer Höhe von 2.918 m beherrscht er Nordgriechenland.
Insgesamt hat er 52 Gipfel.
Der Berg kann das ganze Jahr über bestiegen
werden,
im Winter ist Vorsicht
geboten.
Es gibt 7 Hütten, die meisten sind nur im Frühling
und
Sommer offen.
Der Aufstieg zum Gipfel beginnt in
Litochoron auf dem E4
oder von Prionia (Ende der Straße) und ist bequem in 2 Tagen
zu bewältigen - es lohnt sich jedoch, länger zu bleiben.
(Auszug aus Der Olymp und seine Besonderheiten)
Es ist Mai 2017.
Ich komme gerade aus Griechenland zurück,
Ich komme gerade aus Griechenland zurück,
habe wieder eine Exkursionswoche mit Schwerpunkt
Schildkröten mitgemacht.
Gerne habe ich mich beim Anblick des Olympmassivs
an meine Tour 2014 erinnert, als ich alleine auf dem
Europäischen Fernwanderweg E 4 zur ersten Olymphütte
aufgestiegen bin, dort übernachtet habe,
und wieder abgestiegen bin.
| Bis Prionia, 900 m hoch, haben mich nette Hotelgäste gefahren. Vom Ende der Straße aus gehe ich über eine Holzbrücke und sehe gleich den kleinen Wasserfall, den jeder kennt, der schon hier war. |
| Ein Bett in der Hütte ist für mich reserviert. |
| Viele Leute überholen mich. Mit manchen komme ich kurz ins Gespräch - in verschiedenen Sprachen. |
| Der Weg ist ein Hochgebirgspfad und teilweise mehr als steil, was man auf Fotos nicht wirklich sehen kann. |
| So geht es immer weiter. Die Hütte liegt auf 1.900 m Höhe. |
| Immer wieder überholen mich auch Jogger. Ich nenn sie mal so. Sie laufen den Berg rauf. Unglaublich. Der eine oder andere kommt mir auch wieder entgegen. Ich fass es nicht. |
| Völlig überraschend habe ich Blick auf die felsigen Berge. |
| Der Himmel hat sich zugezogen, es ist frisch geworden. |
| Die Hütte hat erst seit einigen Tagen geöffnet, da sie vorher wegen Schnee nicht zu erreichen war. |
| Nebliges Licht, Bäume voller Flechten..... |
| Die Wolken sind über die Berge gekommen und längst schon tiefer als ich. |
| Eine Gruppe junger Leute kommt mir entgegen und zeigt mir oben im Dunst die Hütte mit den Worten, es sei nicht mehr weit, nur noch 20 Minuten. 20 Minuten? Ich brauchte noch eine ganze Stunde. |
| Ich sehe später eine andere Gruppe, die gerade ein Schneefeld vorsichtig überquert. Ach, es sieht doch gar nicht rutschig oder schräg aus. |
| Mit weit ausgefahrenem Zoom habe ich jetzt Sicht auf einen Ort, vielleicht Litochoro, aber auf jeden Fall auf das Meer. |
| Tja, bei dem Schneefeld darf man wirklich nicht ins Rutschen geraten, oh oh oh! |
| Und noch ein paar Meter Schneefeld. Auch diese Wanderin geht sehr vorsichtig. |
| Kurz vor der Hütte ist ein Hubschrauberlandeplatz. Angeblich, und ich glaube das auch, ist er nur für die Bergrettung. |
| Die letzten Treppen und die Hütte von Maria, einer Deutschen, ist erreicht. |
| Draußen stellte ich fest, dass ich einen ganz groooooooooßen Schatten hatte. |
| herangezoomt |
| "mein" Nebenhaus... |
| ... und der Zugang zum Nebenhaus. Rechts im Gebäude die ungeheizten Sanitäranlagen. |
| Haupthaus mit Terrasse |
| ein Tausenfüßer mit Kind |
| Was man leider auf dem Foto nicht sehen kann, ist, dass in dem Schatten unter dem Strauch in der Mitte eine Schildkröte sitzt. |
| Näher ran, kann man sie deutlich sehen: eine echte Schildkröte |
| Ein paar kleine Panzerverletzungen hat sie. |
| Ich schaue mir noch den Vorraum der Kirche an. |
| Dann gehe ich zu einem Aussichtspunkt und schaue auf den Taleinschnitt, aus dem ich eben mit dem Taxi gefahren wurde. In diesem Tal liegt auch die Wasserleitung, die ungechlortes, leckeres Trinkwasser vom Olympmassiv zur Menschheit leitet, auch in die vielen öffentlichen Trinkwasserspender. Als ich dann wieder ins Zentrum des Ortes gehe, sehe ich einige Taxis. Ihre Fahrer haben sich auf die Treppe gesetzt und gönnen sich gerade einen Becher Kaffee. Einer von ihnen durfte sich dann freuen, denn ich habe mich von ihm zum Hotel fahren lassen. Dort habe ich mich erstmal gepflegt, dann geruht und später mit 2 anderen Hotelgästen und Bier im Sand am Strand gesessen. Nachtrag vom 19.6.2017 Peter hat eine Reportage entdeckt von Geo, ein Film vom Olymp mit Kosta, dem Vater von Maria, die seit Jahren die Hütte bewirtschaftet, auf der ich übernachtet habe. GEO-Reportage -der Olymp in Griechenland- Die Reportage ist bis zum 10.9.2017 zu sehen. Weitere Infos rund um die Wanderung zum Olymp von Litochoro aus findet Ihr hier. |