Montag, 13. März 2017

Der Talsperrenweg

Der Talsperrenweg ist einer der Erlebniswege Sieg, eine der Schleifen, die dem Siegsteig angegliedert sind. Auf ca. 24 km verläuft der Weg rund um die Wahnbachtalsperre, aus der wir unser Trinkwasser beziehen. Ich kenne Leute aus der Wandergruppe, die den Weg bereits gegangen sind und auch unser Sohn hat ihn bereits 2 x allein gemeistert. Also werde ich das wohl auch schaffen!

Man findet Wanderberichte und Wanderwegbeschreibungen in vielen Internetportalen und auf Wander-Websites. Der Weg wird hier und da als mittelschwierig bezeichnet, aber meistens als schwierig, sehr schwierig oder sogar als alpin. Und diese Bezeichnungen bestehen zu recht. Ich bin ja schon einige Wanderwege gegangen mit Wandergruppen und auch mit Peter allein, aber solch weglose Wege wie auf diesem Rundweg sind mir noch nirgends begegnet. Ich kenne es so, dass, wenn es steil bergauf oder bergab geht, man solche Zick-Zack-Wege serpentinenartig angelegt hat, evtl. auch mit Stufen. Aber dass man sich geradeaus hoch oder runter einen nur durch Wegzeichen am Baum gekennzeichneten Nicht-Weg kämpfen muss, und das nicht nur einmal, das kannte ich noch nicht. Ich hatte die Wanderstöcke dabei. Ohne hätte ich den Weg nicht gehen können. Ich habe heute keinerlei Muskelkater in den Beinen, nur in den Pobacken und in den Schultern.

Die Bachüberquerungen, es gab zahlreiche, waren auch ein Abenteuer, denn es gab nur von Wanderern dort gebaute Querungshilfen. Auch hier wäre ich ohne Stöcke nicht rüber gekommen. Eine einzige einfache, aber gute Brücke gab es.
Könnte man solche Brücken nicht über jeden Bach legen?

Um 8.50 Uhr habe ich meine Wanderung in der Nähe der Staumauer begonnen. Temperatur 1°C.

So, nun aber zu den Bildern:

Wer hier in der Gegend wohnt, kennt diesen Blick sicher, 
den Blick von der Staumauer aus.

Mit mir startete eine Gruppe, aber nicht zum Wandern, 
nein, zum Laufen. Sie joggten die Hänge rauf. 
In der ersten halben Stunde sind sie mir 3 x begegnet. 
Keine Ahnung, welche Rundwege sie gelaufen sind.


Es war erst kurz nach 9 Uhr, 
und eine Singdrossel begleitete mich eine Weile. 
Der Weg war gut zu gehen, 
und ich hätte ganz viele tolle Bäume fotografieren können. 
Ein paar hab ich für Euch ausgewählt.

In der Ferne der Birker Fernsehturm, 
den ich später noch ganz nah sehen konnte.


Der erste, noch gut zu meisternde Bachübergang. 
Kann man auf Fotos sowieso nicht sehen, 
ob das schwierig oder leicht war. 
Müsst Ihr mir glauben ;-)
In den engen Seitentälern hatte das Wasser eine türkisblaue Farbe,
 was leider auf dem Foto nicht so wirklich zu sehen ist. 
Müsst Ihr mir auch glauben.

Man sieht jetzt im März wirklich sehr viel von der Talsperre,
 da noch kein Laub auf den Bäumen ist. 
Drum hab ich die Tour auch jetzt gemacht.

Das ist der Aussichtsfelsen von Pinn.

Zur Abwechslung nochmal schöne Baumgebilde.
Und da sieht man auch am Baum das weiße S auf rotem Grund, 
mein Wegkennzeichen.

 Aber was ist denn DAS für ein Baum?
Schwäne in einem Seitental. 
Die Talsperre hat sehr wenig Wasser, 
was man hier am Ufer deutlich sieht. 

Unterhalb von Pinn habe ich zum erstenmal wieder Sicht auf
 die Staumauer, natürlich rangezoomt. 
Immerhin bin ich schon knapp 1 1/2 Stunden unterwegs.

Der 2. Bachübergang, ging auch noch ganz gut.

Mir gefällt dieser wilde Bachlauf mit seinen Steilufern.

Das Foto von den Schneeglöckchen in Dorfnähe habe ich für
 unsere Nachbarin gemacht, die Schneeglöckchen so gerne hat.
 Ich hatte ihr welche in die Nähe von unserem Törchen
 gepflanzt, aber sie scheint sie nicht bemerkt zu haben. 
Wenn sie das jetzt liest, geht sie bestimmt gleich raus gucken :-)

Ein ziemlich schräger "Weg".

11.30 Uhr 
Hier mache ich meine Mittagspause, 30 min..
Zum zweitenmal habe ich hier einen Blick 
zurück auf die Staumauer.

In der Nähe von Wolperath gibt es Tafeln, hier ein Ausschnitt.
 Ganz unten ist der Staudamm. 
Ich bin rechts herum unterwegs, 
hab also noch eine Strecke vor mir.
Jetzt ist es 12.45 Uhr.
 
Hier geht mein Weg eigentlich rechts herum. 
Aber ich erkenne diese Stelle wieder 
und möchte zum Wasser hinunter gehen. 
Ich erkenne sie wieder aus der Zeit 2006/2007, 
als die Talsperre abgelassen war. 
Der Damm musste saniert werden. 
In dieser Zeit sind wir viel in der Talsperre gewandert. 
Alte Bauwerke und Brücken und Straßen waren aufgetaucht,
 das war toll. 
Und hier an diesem Weg sind wir so manches Mal 
dann in das leere Tal eingestiegen.

Also der Erinnerungswert ist hier nur für Insider!

Ebenso hier.

Ein Stückchen weiter links nach oben gefällt mir wieder das grüne Wasser.

Und nochmal mit Weitblick. 
Da die Talsperre nicht rechteckig, sondern ziemlich gewunden ist,
 kann man hier nicht bis zum Damm gucken. 
Und wenn Laub auf den Bäumen wäre, 
wäre dieser und manch anderer Blick auch nicht so schön.
Um 13.10 Uhr gehe ich auf dem richtigen Weg weiter.

Tja, hier weiß ich nicht so recht..... 
Ich kannte einen Förster namens Josef Droste. 
Seine älteste Tochter Elisabeth war eine Klassenkameradin von mir. 
Ich vermute, aber ich weiß es nicht, 
dass dieser Josef Droste hier gemeint ist.

Das hier ist die Phosphor-Eliminierungsanlage. 
In dem Wald dahinter verläuft die Straße 
vom Jabachtal nach Neunkirchen hoch. 
Hier ist die eigentliche Talsperre durch eine Staumauer 
vom sogenannten Vorbecken getrennt. 
Wenn man auf der Staumauer steht, 
meint man, das Vorbecken sei sehr klein.............
Infotafeln könnten den Wanderer für längere Zeit aufhalten,
 mich aber nicht. 
Einige, die mir interessant erschienen, hab ich fotografiert, 
so kann ich sie bequem zu Hause lesen. Und Ihr auch!

Könnt Ihr ja noch vergrößern.

Das find ich erstaunlich.




So, das ist der Teil des Vorbeckens, den man nur sieht, 
wenn man den Talsperrenweg geht.
Das ist ein Versuch, einen steil und gerade herabführenden
 Weg zu fotografieren. 
Aber er sieht harmlos aus, wäre anders in 3D, hahahaha

Von 14.30 Uhr bis 15.00 Uhr habe ich dann 
eine 2. Pause eingelegt, an genialer Stelle. 
Es war in einem Tal neben einem Bächlein, 
windstill, volle Sonne. 
Meine Sitzfläche war trockenes Eichenlaub, 
meine Rückenlehne ein grüner, weich bemooster Eichenstamm. 
Sowas von toll.
   
An dem schönen Grünton kann ich mich immer wieder erfreuen.


Auch freue ich mich, dass ich tatsächlich jetzt gegangen bin, 
wo mir das Laub nicht die Sicht versperrt.

Und mit diesem schönen Nachmittagsfoto beende ich meine
 Fototour. Meine Wanderung geht allerdings noch weiter. 
Ich entferne mich von der Talsperre, da das größte Seitental,
 das bewaldete Derenbachtal, weit ins Land ragt. 
Aber als ich diesen Waldteil geschafft hatte, 
konnte ich Peter anrufen, der mich dann wieder abgeholt hat,
kurz vor 17.00 Uhr.