Samstag, 22. April 2017

Der Heideweg - er gehört zu "Erlebniswege Sieg" - Rundwege am Siegsteig

Ich bin den Heideweg schon einmal alleine gegangen von der Haustür in Lohmar über Franzhäuschen, Siegelsknippen, Kaldauen, Stallberg, Siegburg, Troisdorf, Wahner Heide zurück nach Lohmar, ca. 24 km. Dann bin ich den Weg in gleicher Richtung mit Wanderfreunden gegangen.

Nun möchte ich ihn gerne in der anderen Richtung gehen. Heute hab ich die Hälfte geschafft, war knappe 4 Stunden unterwegs. Meine Eindrücke möchte ich mit Euch teilen.

Ihr seht oben den grünen Punkt. 
Da bin ich los gegangen, den orangen Pfeilen nach. 
Im unteren Abschnitt hab ich die rote Linie verlassen und 
bin den blauen Weg zum grünen Ausgangspunkt gegangen. 
Im 2. Teil werde ich vom grünen Punkt aus nach unten 
zur roten Linie gehen, wo ich sie verlassen habe 
und dann an diesen Weihern vorbei 
bis ich oben wieder am grünen Punkt ankomme.

Zuerst geht es durch Lohmar, 
hier vorbei am Park der Villa Friedlinde.

Ein Blick auf die Hauptstraße...

...und die Pfarrkirche Sankt Johannes

Ich gehe über die A3, sehe links einige Gebäude der Burg Lohmar.

Gleich darauf überquere ich die Agger 
und schaue auf die Gaststätte "Zur alten Fähre".

Nun geht es entlang der Agger, vorbei an ihren Altwassern,
 Richtung Troisdorf. 
Hier muss ich eine Blindschleiche vor Fahrrädern retten.

Die "Pfähle" und die Bäume stehen wirklich so schräg. 
Und die "Pfähle" sind Eisenbahnschwellen und/oder -schienen. 
Es gab eine Schmalspurbahn vom Bahnhof Troisdorf in die
 Wahner Heide zur Versorgung der Soldaten. 
Als die Soldaten nicht mehr dort stationiert waren und die
 Bahn und die Gleise überflüssig waren, hat man die
 Schwellen und Schienen überall verbaut. Der Zaun zwischen
 unserem Grundstück und Nachbars Grundstück hat die
 Zaunpfosten auch aus diesen Schienen.

von der Sonne beschienen

Hier sieht man im frühlingshaften April-Grün weitere
 Eisenbahnschwellen und -schienen als Zaun.

Ja, das Gebiet, in dem ich mich befinde, 
gehört zur Wahner Heide. 
Sie war Truppenübungsplatz 
und ist heute ein Naturschutzgebiet. 
Und mittendrin liegt der Köln-Bonner Flughafen.

Heute, Wochenende nach Ostern und Ende der Osterferien,
 kommt ein Flugzeug nach dem anderen 
und bringt die Urlauber zurück.

Spuren vom Altwasser

Man sagt, dass in diesen Löchern 
Eisvögel ihre Gänge bzw. Nester gebaut haben.

Dieses Denkmal wurde erst vor Jahren gesetzt.





Entlang des Güldenbachs gehe ich das Tal 
neben dem Güldenberg hinauf.

wunderschönes helles Grün

Ja, der Kronenweiher. 
Ich habe ihn nie so gesehen wie auf dem Bild. 
Ich kenne ihn nur so verlandet wie unten.
Leider kann man schlecht lesen, was ich da fotografiert habe.
 Aber bei Interesse findet Ihr ihn im Internet.



Nun verlasse ich erstmal den Wald 
und komme in offene Heidelandschaft.

Blick auf den Ölberg im Siebengebirge.

Hier wächst nur Heidekraut und Ginster.

Manche Bäume haben schon ihre Blätter, andere sind spät dran.

Es führen auch Straßen durch die Wahner Heide. 
Hier kommt gerade ein Transporter von Maibäumen.

Ein Foto für Peter, denn wenn wir zusammen dort her gehen,
 schauen wir immer, ob Wasser in dieser Senke ist.




In bin am Leyenweiher angekommen.

Ein Kormoran am anderen Ufer.

Ziemlich entfernt und sie will sich nicht seitlich drehen: 
eine Mandarin-Ente?

eine Kanada-Gans

Die Mandarin-Ente und Stockenten. 
Vor allem aber tolles Wasser!

Nun geht es eine ganze Weile auf dem Agger-Deich 
Richtung Aggerbrücke zwischen Siegburg und Troisdorf.

Achtung: Bundware wird nicht gebunden - äääähhh?

die Agger, ganz ruhig

Wanderer dürfen hier "eigentlich" die Sitzgelegenheiten 
für eine Rast benutzen. 
Leitungswasser zum Auffüllen von Trinkflaschen gibt es hier auch.


Die Ruine, ein Rest vom Uhlrather Hof
Dort, wo Ihr das Haus seht, verläuft heute die Schnellstraße
 von Siegburg-Stallberg nach St. Aug.-Menden. 
Der Ruinenteil müsste, auch schon damals, irgendwo links 
in den Bäumen gestanden haben. Er wurde später restauriert.
 Ich kann mich noch gut daran erinnern, 
dass wir hier spazieren gegangen sind.
"...nom Ulerot"






Schafe in einiger Entfernung in den Aggerwiesen.

Der Weg verläuft eine Weile unterhalb der Schnellstraße 
mit allen damit verbundenen Geräuschen.

Und wiedereinmal gibt es Schienen. Sie gehörten zum
 "Luhmerer Jrietchen" (Lohmarer Gretchen). 
Das war eine Dampfeisenbahn, die vom Siegburger Bahnhof
 südlich den Mich(a)elsberg umfuhr, um am Siegwerk, 
eine Farbenfabrik, zu halten, und dann weiter zum
 Ostbahnhof in der Kronprinzenstraße zu fahren, 
schließlich nach Lohmar zur Firma Walterscheidt. 
Das war zu meiner Kinderzeit. 
Bevor die Bahntrasse zum größten Teil in der Stadt 
überbaut oder zu Radwegen umfunktioniert wurde, 
ist Andreas mit der ganzen Grundschule in einer
 Nostalgiefahrt von Hennef nach Lohmar gefahren. 
Und vor meiner Zeit fuhr die Bahn bis Overath.

Straßenunterführung

Der breite Weg -es gab ihn schon immer- ist seit Jahren ein
 offizieller Radweg zwischen Lohmar und Siegburg.

Und was unser vor 4 Jahren verstorbener Hund Yoshi 
wohl hiermit zu tun haben mag....??

Nach einiger Zeit mit Wolken zeigt sich die Sonne wieder 
und das Grün fasziniert mich.



Ich bin hier übrigens im Wald meiner Kindheit und Jugend.

Die großen Bäume haben noch nicht viel Grün.





Hier haben wir mit der Gruppe die Mittagsrast eingelegt.

Die beiden Kinder auf dem Spielplatz machen so einen Krach,
 dass ich etwas abseits des Weges bei den Weihern einen
 Schluck trinke und den Enten zuschaue.



An dem Baum links zeigt sich immer wieder ein Kleiber, 
aber er wartet nicht, bis ich ihn fotografierten kann.
  Jetzt bin ich auch bald an dem Punkt, 
wo ich den Weg verlasse und nach Hause gehe.

Zu Hause stelle ich fest, dass ich 3 Stunden und 50 Minuten
unterwegs war und 16 km zurückgelegt hab.

Am nächsten Tag geht es weiter.
Ich folge -vom grünen Punkt aus- dem blauen Weg 
bis ich wieder auf den roten Heideweg stoße 
und gehe dann nach Osten an den Weihern vorbei. 


Ich liebe diese Weiher.

Jeder ist anders.

Ein schönes, ganz großes Herbstweiherfoto von diesem Weiher
 hängt hier vor mir an der Wand. 
Das hat der Josef fotografiert und mir geschenkt.

Ein sicherer Brutplatz

Nein, ich fotografiere nicht alle Weiher.....

Nur den noch, im hellen Sonnenschein.

Welcher Baum ist das? Eine kanadische Pappel?

Antwort bitte an loremu(at)arcor.de

Ach, doch noch ein Weiher, aber mit Schwerpunkt "Wolken".

Schwerpunkt "Kanada-Gänse"

Schwerpunkt "Spiegelung" 
Ich bin ein Ausredenerfinder ;-)

Die B56, an dieser Stelle bereits Zeithstraße genannt,
 überquere ich bald nach den Weihern. 
Hier blicke ich in die Richtung, wo die Ruine steht
 und wo ich gestern dann unterhalb der Straße gewandert bin.
Für Insider: 
Es ist die Brücke vom Stallberg rüber zum Friedwald.

eine Schildkrötenfutterwiese

Im Wald zwischen Stallberg und Kaldauen. 
Wie gestern fasziniert mich wieder das Grün, 
in so vielen Tönen.

Hier haben wir mit der Gruppe die erste Rast gemacht 
- und prompt kam die Sonne raus. 
Heute ist sie nicht da, auf dem Spielplatz.

Ach, Katze, guck doch mal!

Dankeeeeeeee!

Wir haben den 23. April. 
Da haben sich die Maiglöckchen aber vertan!

Aha! Als wir mit der Gruppe den Weg gingen, 
waren die Wanderzeichen mit grüner Farbe übersprüht 
und damit unkenntlich gemacht. 
Ich hatte das -dank Gabrieles Rat- bei der zuständigen 
Stelle gemeldet. Und nun sind die Zeichen wieder frisch.
 MEIN Zeichen ist das rote. Das blaue bedeutet "Siegsteig".
 Ich gehe also jetzt ein Stück den Siegsteig. 
Erstaunlich, dass er so weit weg ist von der Sieg!

Ein Loch ist im Baume, oh Henry, oh Henry.....
oder war es der Karl-Otto?

Ich hätte mich gerne auf die Bank gesetzt, 
aber sie war besetzt. 
Diese Stelle hatte ich als besonders schön in Erinnerung. 
Ist sie auch.

Etwas abseits des Weges sehe ich ein seltsames Gebäude. 
Nein, 2 Gebäude.

Was mag es wohl sein oder was war es einmal? 
Eine Tafel gibt vage Auskunft.

Wahnbachtalsperrenverbandhochbehälter 1957
Ist es das Unwort des Jahres 1957?

Bald erreiche ich die Trinkwasseraufbereitungsanlage
 Siegelsknippen mit der Wildlachszucht.

Ach ja, mein Weg heißt ja "Heideweg". 
Ich gehe auf den Ortsteil Heide zu. 
Und, Ihr könnt es Euch denken, sowohl der Heideweg 
wie auch der Ortsteil Heide haben ihre Namen diesem
 Fleckchen Heidekrautlandschaft (auch auf der anderen
 Straßenseite) zu verdanken. 
Der Heideweg allerdings verläuft ja auch -zu einem recht
 kleinen Teil allerdings nur (gelle Gabriele)- durch die 
Wahner Heide, von Heide zu Heide sozusagen. 
Und hier, in dieser kleinen Heide bei Heide haben 
unser Sohn und unsere Schwiegertochter 
mit dem Fotografen ihre Hochzeitsfotos gemacht.

Das bekannte Franzhäuschen. 
Hier könnte man, wenn geöffnet ist wie heute, einkehren.
 Mach ich aber nicht, denn in einer Stunde bin ich zu Hause.
Es waren heute knapp 16 km und wieder knapp 4 Stunden.
Im Lohmarer Wald gibt es außer Bäumen nichts
 Spektakuläres, deshalb habe ich nicht mehr fotografiert.
Zum Schluss möchte ich Euch gestehen, dass ich heute nicht
 allein gewandert bin, Peter ist mitgegangen. 
Da die Tour aber die Fortsetzung von der Alleintour gestern ist,
 gehört sie dazu, auch mit Peter. 
Eben Lore mit Peter allein ;-)